Barrierefreiheit für alle! Wie kommen wir dorthin?

PRESSEMITTEILUNG

Um eine integrative Gesellschaft zu fördern, werden durch die App- und Schulungsmodule von ACCESS4ALL Praktiken der Inklusion kultiviert und ein sicherer Raum für den Wissensaustausch geboten.

Anfang November 2021 (4. und 5. November), veranstaltete ACCESS4ALL ein erstes internationales Treffen in Wien, Österreich. Partner aus Italien, Zypern, Spanien und Griechenland trafen sich unter Einhaltung aller österreichischen COVID-19-Regeln und -Vorschriften zu einem persönlichen Treffen, um die Forschung und die Entwicklung des Projekts zu besprechen. Ein Konsortium von Organisationen aus der gesamten EU hat sich unter der gemeinsamen Mission und den Zielen von ACCESS4ALL zusammengeschlossen. ACCESS4ALL unterstützt einen ganzheitlichen und integrierten Ansatz zum Kapazitätsaufbau der Integration behinderter Menschen.

Wie genau unterstützt das Projekt die Integration von Menschen mit Behinderungen?

Ende September 2022 wird ACCESS4ALL eine Online-Schulung für das Lehrpersonal, politische EntscheidungsträgerInnen, lokales Verwaltungspersonal, Personen aus der Sozialarbeit usw. einführen, damit sie ihr Wissen darüber erweitern können, was eine wichtige Gruppe ihrer Wähler*Innen, nämlich Menschen mit Behinderungen, möglicherweise benötigen, um ihnen besser dienen zu können. Die Module behandeln Themen wie internationale Richtlinien zur Barrierefreiheit, emotionale Intelligenz, Mainstreaming von Behinderung, Potenzial einer integrativen Gesellschaft und vieles mehr. Es ist wichtig, dass politische EntscheidungsträgerInnen oder einflussreiche politische Personen, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen verstehen, wo Fortschritte bereits erzielt wurden und wo weitere Verbesserungen nötig sind. Alle TeilnehmerInnen haben nach Abschluss aller Module ein umfassenderes Wissen darüber erworben, wie man Menschen mit Behinderung besser in die Gesellschaft eingliedern kann. Alle TeilnehmerInnen erhalten nach Abschluss der Schulung ein Zertifikat.

Die Trainingsmodule sind aber nur ein Teil des ACCESS4ALL-Projekts, ein anderer Teil ist der Wissensaustausch. Alle ProjektpartnerInnen haben die letzten Monate damit verbracht, Daten über bereits bewährte Praktiken der Inklusion zu sammeln. In Österreich werden im Kunsthistorischen Museum Wien Führungen speziell für Menschen mit Sehbehinderung durchführt. Im Zuge des Internationalen Treffens durften die Organisationen einer solchen inklusiven Tour, geleitet von Frau Dr. Krall, beiwohnen. In Spanien wurde die Initiative Inclusive Finance gestartet, die darauf abzielt, die Finanzbildung für Menschen mit intellektuellen Behinderungen und Lernschwierigkeiten zu fördern. In Frankreich wurde Hello Handicap eingeführt, die erste digitale Rekrutierungsmesse (im Internet und auf Mobiltelefonen), die speziell an Menschen mit Behinderungen gerichtet ist. In Griechenland wurde erst jüngst (Oktober 2021) die erste Einrichtung der Persönlichen Assistenz für Menschen mit Behinderungen gegründet, um die Unabhängigkeit zu verbessern. Es gibt bereits viele bewährte Verfahren in der gesamten EU und ACCESS4ALL wird weitere Informationen sammeln und auf ihrer Website bereitstellen, damit alle besser zusammenarbeiten und voneinander lernen können.

ACCESS4ALL möchte dabei helfen, die Integration von Menschen mit Behinderungen in die lokale Gesellschaft zu fördern, indem es Schulungsmodule erstellt und aktualisierte Informationen über Praktiken bereitstellt, die von den EU-Ländern entwickelt und weitergegeben werden. ACCESS4ALL arbeitet daran, der Treffpunkt für Zusammenarbeit, Wissensaustausch und eine offene Informationsquelle zu sein, um die Lebensqualität von BürgerInnen mit Behinderungen praktisch zu verbessern und eine integrative Gesellschaft zu fördern.

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